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Wenn schon die Verfassung keine Solidarität von Geimpften mit den anderen einfordert (wieso eigentlich nicht?) und auch die Ausbreitung von Escape-Varianten niemanden schreckt (so wie die zweite Welle im Sommer 2020?), dann könnten wir als Geimpfte dennoch freiwillig solidarisch sein und weiterhin auf die Vorteile verzichten, oder?

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@ferdinand_soethe Klar. Ich hatte ohnehin nie das Bedürfnis mich in "exklusiven" Kreisen zu bewegen.

@ferdinand_soethe @raschmi Naja, das deutet an, dass die Vorteile der Geimpften ausschließlich eigennützig sind. Das ist imo nicht korrekt. Die können ja zB medizinische Leistungen, Bildung, Kunst und Kultur für die Nicht-Geimpften selbst leisten und Mittel dazu erwirtschaften.

@letterus @ferdinand_soethe

Richtig formuliert: "können"

In meinem Umfeld, da geht es ausschließlich darum was man alles endlich wieder machen kann. Um Gesundheit geht es nur zweitrangig

@ferdinand_soethe @raschmi Auch Urlaub, Essen, Theater hilft. Sogar Kreuzfahren, aber das habt ihr nicht von mir. 😉

@letterus @raschmi Ach und da war doch noch das Klimaziel. Oder warten wir da auch so lange wie mit dem Lockdown im Herbst?

@letterus @ferdinand_soethe Windräder und Photovoltaik. Altmeier hat in den Bereichen Jobs in ungefähr dieser Größenordnung gekillt, die könnte man bei entsprechendem politischen Willen schnell wiederbeleben.

@patrick @ferdinand_soethe Ähm, ja. Windräder sind noch nichtmal aus Stahl, glaube ich? 😉 Vll gibts ein paar Elektriker im Schiffsbau, die etwas Photovoltaik können?

@letterus @ferdinand_soethe Das klingt wie "ohne Diesel fahr ich kein Auto mehr" ;-)

Windräder: Der Generator braucht auf jeden Fall ne Menge Metall, und zu den Türmen hab ich folgendes gefunden: "Rohrtürme aus Stahl sind heutzutage die gängigste und am weitesten verbreitete Turmbauart" (https://www.wind-energie.de/themen/anlagentechnik/konstruktiver-aufbau/turm-und-mast/) und auch die Stahlbetontürme enthalten reichlich Stahl.

Photovoltaik basiert auf Halbleitern. Halbleiterei braucht für den Siliziumrohling auch geschmolzenes Material, von daher kriegt man auch da die Hochöfen und Weiterverarbeitung irgendwie unter.

@patrick @ferdinand_soethe Es geht darum, wie man Migration und Umschulung eines ganzen Wirtschaftszweiges hinbekommt, oder? „Schnell“ geht da nichts, selbst wenn man blitzgescheit ist, denke ich.

@letterus sieht jetzt aktuell halt auch nicht so aus, als ob damit angefangen würde.. das Problem kommt dann 2038 wieder gaaaanz plötzlich. Konnte ja keiner ahnen sowas. @patrick @ferdinand_soethe

@mawe @patrick @ferdinand_soethe Joah. Aber man muss Lösungen halt nicht nur kennen, man muss sie auch umsetzen. Theoretische Lösungen gibts genug…

@ferdinand_soethe @letterus @patrick also alles in allem drängt sich mir die Vermutung auf, dass wir unsere Politik etwas überschätzen.

@letterus @ferdinand_soethe Übrigens, die 200.000 Arbeitsplätze beinhalten auch 180.000 Zulieferer. Ob die ausschließlich - oder auch nur überwiegend - am Schiffsbau hängen, geht aus der Zahl nicht hervor (aber sie macht sich halt 10x besser als 20.000)

Ansonsten, bezüglich Schiffbau in Existenzkrise: Ich hab mal geguckt, ich finde seit 1995 kaum ein Jahr (weiter zurück wollte ich nicht suchen), in dem nicht irgendeine größere Werft in Deutschland Insolvenz anmelden musste. Das klingt für mich einerseits nach Dauerkrise, andererseits nach "Jammern gehört zum Geschäft", denn irgendwie sind die ja immer noch da.

(Auflösung: die gehören jetzt halt zu ausländischen Firmengruppen. Im einfachsten Fall lassen die sich die Bude hier durchfinanzieren "wegen der Arbeitsplätze" und machen sie danach trotzdem dicht zugunsten ihrer Werft in Weit-weit-weg. Und anschließend heißt es wieder hatjakeinerahnenkönnen und kannmannixmachen. Nokia in Bochum schon vergessen?)

@letterus @raschmi Das könnte man auch meinen, aber dann würde der freiwillige Verzicht keinen Sinn ergeben...

@letterus @ferdinand_soethe @raschmi Da die Öffnungen nur komplett Geimpfte betreffen (das sollten praktisch nur Prio1+2 sein im Moment) und das Kranken- und Pflegepersonal sicher keinen Nerv hat, noch ne Extraschicht einzuschieben, um Kunst und Kultur anzubieten, bleiben im Wesentlichen die Ü70.

Von daher bedeutet die nächsten ~10 Wochen Kunst und Kultur, platt gesagt, Bingoabende und Schillers Glocke ;-)
Also, ich gönns ihnen (z.B. kann ich Einschränkungen innerhalb eines komplett durchgeimpften Alters-/Pflegeheim nicht nachvollziehen), nur bräuchte man _dafür_ nicht das ganz große Fass aufmachen.

@patrick @ferdinand_soethe @raschmi In den nächsten 10 Wochen ändert sich das sicher deutlich. Finde ich schon richtig, das vorher zu diskutieren.

@letterus @ferdinand_soethe @raschmi "Vorher diskutieren" ist was anderes als "das müssen wir unbedingt diese Woche, wenns sein muss, geht auch noch Montag, durch den Bundestag und Bundesrat peitschen." Das schreit geradezu danach, dass das Ding fällt, weils handwerklicher Mist ist. Unsere Topjuristenclique im Bundestag kriegt ja schon unter normalen Bedingungen regelmäßig keine rechtssicheren Gesetze und Verordnungen hin.

Ansonsten: Die ersten paar Wochen nach Inkrafttreten (also Dienstag?) werden interessant, wenn die Einschränkungen wirklich weiter durchgesetzt werden sollten. Da ja nun auch durchgestandene Infektionen als gleichwertig gezählt werden sollen (trotz Reinfektionsrisiko), wird jeder Coronaleugner und Impfgegner plötzlich eine Erkrankung letzten Oktober ("milder Verlauf, dafür musste ich nicht zum Arzt") zu vermelden haben.

Aus meiner Sicht stellt sich da so dar, dass man sich ab nächster Woche die Kontrolle tagesaktueller Schnelltests in Geschäften usw. eigentlich sparen kann. Und in 3 Wochen sieht es dann wieder übel aus, aberdaskonntejakeinerahnen und keinerwillsgewesensein.

@letterus @raschmi Allerdings wäre ein Aspekt von mal wieder essen gehen, dass es meinem Wirt wieder besser geht. Ich denke drüber nach...

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